Orangen pflücken, Esskastanien ernten und Laub fegen - Arbeiten durch die man als Backpacker wohl nicht unbedingt reich wird. Dennoch gehören die so genannten Fruitpicking-Jobs zu den beliebtesten Jobs unter Working Holiday Makern.
Arbeit auf dem Feld gibt es immer und zudem treffen Backpacker dabei noch viele Gleichgesinnte, deren Urlaubskasse ebenso eine Auffüllung braucht, wie die eigene.
Ohne die Backpacker wäre die Arbeit auf dem Feld für die Farmer kaum zu bewerkstelligen; die Bauern rechnen jedes Jahr fest mit den Work and Travel Teilnehmern.
Die Arbeit auf dem Feld sollte allerdings keineswegs unterschätzt werden: Als Erntehelfer zu arbeiten bedeutet schwerer körperlicher Arbeit unter der prallen australischen Sonne nachzugehen. Häufig gehört neben der Obsternte auch das Beschneiden von Bäumen, das Aufsammeln von Laub sowie das Pflegen der Plantage zu den Aufgaben eines Backpackers.
Eine angemessene Arbeitskleidung ist für einen Erntehelfer unabdinglich: Festes Schuhwerk, eine dünne lange Hose, einen Hut sowie ein Langarmshirt. Und auch die Sonnencreme, ein Insektenschutzmittel, viel Wasser und ein Erste-Hilfe-Paket mit Pflastern sollte jeder Backpacker, der auf dem Feld arbeitet, dabeihaben.
Bezahlt wird man als Erntehelfer nach gefüllten Kisten oder Körben; Fruitpicking-Stellen mit einem festen Stundenlohn sind auf dem australischen Kontinent eher selten. Einige Farmer zahlen sogar nur das, was auch verkauft wurde.
Zu finden sind diese Fruitpicking-Jobs im National Harvest Guide, einer Broschüre von MADEC, die unzählige Ernteadressen enthält; diese kann in vielen Backpackerbüros und -Hostels kostenlos mitgenommen werden. Es ist ratsam, zu gucken, wo und zu welchem Zeitpunkt was geerntet wird und ob es dort in der Nähe oder gar auf der Farm selbst eine Übernachtungsmöglichkeit gibt.
Mittlerweile gibt es in Australien auch einige Vermittlungsagenturen, die sich auf Erntejobs spezialisiert haben.