Studenten, die länger als drei Monate in Australien sind, müssen sich für die Dauer des Aufenthalts privat krankenversichern. Für einen Studienaufenthalt in Down Under übernehmen die gesetzlichen Kassen in Deutschland nämlich keine Leistungen. Die Overseas Student Health Cover, kurz OSHC, wird unabhängig von deutschen Versicherungen abgeschlossen.
Die Mitgliedschaft bei der OSHC wird über eine Versicherungskarte ausgewiesen, die man bei der Einreise in Australien erhält. Diese Karte muss der Student, ähnlich wie in Deutschland, bei jedem Arztbesuch vorlegen. Versichert ist der Student genau so lang, wie sein Studenten-Visum gültig ist.
Seit Ende der 80er Jahre regeln in Australien Medibank und Worldcare die private Krankenversicherung für ausländische Studenten. Die Kosten für die Versicherung werden in der Regel zusammen mit den Studiengebühren an die Universität überwiesen, die sich dann um den Abschluss der Krankenversicherung kümmert. Nur in Ausnahmefällen muss der Student sich selbst bei der Krankenkasse anmelden.
Die OSHC übernimmt 100% der Kosten bei stationärer und 85% bei ambulanter Behandlung. Für Medikamente bezahlt die Versicherung bis zu 50 AUD pro Arzneimittel, aber nur 150 AUD pro Jahr. Die Kosten für schon bestehende Krankheiten, Zahnbehandlungen, Sehhilfen und sonstige Zusatzleistungen übernimmt die OSHC nicht.