Auf dem australischen Kontinent gibt es derzeit 40 Hochschulen, von denen 38 Universitäten in staatlicher und zwei in privater Obhut sind. Die Verwaltung sowie die Finanzierung der Hochschulen teilen sich der Staat Australien und die einzelnen Bundesstaaten.
Ansonsten sind die australischen Universitäten im Wesentlichen autonom. Die Hochschulen werden lediglich vom AQF der australischen Regierung kontrolliert. Das Australian Qualification Framework, kurz AQF, prüft die Universitäten, führt Evaluationen mit Studenten durch, um den hohen Standard der Bildungseinrichtungen zu gewährleisten und ist zudem für die Anerkennung der ausländischen Studienleistungen zuständig.
Zwischen den verschiedenen Bundesstaaten gibt es dabei nur geringe Unterschiede in der Hochschul- und Bildungspolitik.
Inländische Studenten, die an einer staatlichen Universität in Down Under studieren wollen, werden in der Regel von der australischen Regierung gefördert. Die Vergabe der Studienplätze hängt dabei von der Qualifikation - nicht vom Geldbeutel - des Bewerbers ab. Zur Tilgung der zum Teil hohen Studiengebühren nehmen die meisten Studenten einen rückzahlungsfreundlichen Kredit auf.
Wer allerdings an einer privaten Universität studieren will, sollte sich darauf einstellen, dass die extrem hohen Gebühren bereits vor Studienbeginn bezahlt werden müssen.
Ausländische Studenten haben natürlich auch die Möglichkeit in Australien zu studieren; bei einem Vollzeitstudium müssen sie aber auf jeden Fall die Studiengebühren bezahlen. Nicht so bei ein oder zwei Gastsemestern an einer Universität in Down Under: Diverse Austauschprogramme oder Partnerschaften zwischen Universitäten verhelfen internationalen Studenten kostengünstig einen kürzeren Studienaufenthalt in Australien zu verbringen.
Das australische Bildungssystem ähnelt stark dem britischen: In Australien unterscheidet man Undergraduate- und Postgraduate-Studiengänge. Nach mindestens drei Jahren können Studenten an einer australischen Hochschule den Bachelor erlangen. In der Regel folgen darauf zwei oder vier Semester Master-Studium.
Studenten belegen gängigerweise vier Fächer pro Semester. Das ist keinesfalls wenig, bedenkt man, dass zu Vorlesungen auch immer Tutorien gehören, in denen die Theorie in die Praxis umgesetzt werden soll. Der Vorteil solcher Tutorien liegt auf der Hand: Das in den Vorlesungen Gelernte wird aktiv bearbeitet und gerät so nicht gleich in Vergessenheit.
Doch warum zieht es immer mehr ausländische Studenten an die australischen Hochschulen? Was macht den Reiz der Universitäten in Down Under aus?
Die Antwort: Die Universitäten sind enorm dienstleistungsorientiert. Und so werden Studenten nicht nur fachlich betreut, sondern auch bei der Job- und Wohnungssuche unterstützt. Zudem stehen die Büros der Professoren sowohl für inländische als auch für ausländische Studenten jederzeit offen.