Ein WG-Zimmer scheint nicht nur für Praktikanten und Studenten interessant. Für Backpacker, die längere Zeit an einem Ort verweilen, ist ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft eine gute Unterbringungsmöglichkeit. Für ein WG-Zimmer gilt: Die Aufenthaltsdauer des Backpackers, Praktikanten oder Studenten sollte mindestens vier Wochen betragen.
Die Vorteile, die eine Wohngemeinschaft mit sich bringt, liegen auf der Hand: Es gibt, verglichen mit einem Hostel, keinen ständigen Wechsel der Mitbewohner und meistens hat man sogar sein eigenes Zimmer. Ideal also, wenn man abschalten und zur Ruhe kommen will.
Außerdem finden sich in der Wohngemeinschaft häufig noch andere Rucksacktouristen, mit denen man sich austauschen kann.
Die Preise für ein WG-Zimmer sind mit denen eines Hostels zu vergleichen. Pro Woche zahlt der Reisende hier zwischen fünfzig und achtzig Euro für seine Unterkunft. Informationen über freie Zimmer sind in den australischen Tageszeitungen, dem Internet oder dem Schwarzen Brett in Backpackerbüros oder Internetcafes zu finden. Gegen eine Gebühr ist es auch möglich die Hilfe von Vermittlungsagenturen in Anspruch nehmen.
Neben der Unterbringung in bezahlten WG-Zimmern, gibt es auch die Möglichkeit, als so genannter "Freeloader" kostenlos bei einer Wohngemeinschaft unterzukommen. Wie das funktioniert?
Der Backpacker meldet sich auf einer speziellen Internetseite für Freeloader an. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der kostenfreien Unterkunft: Man lässt im Gegenzug auch andere Leute kostenlos bei sich wohnen, wenn beispielsweise ein Australier in Deutschland eine Unterkunft sucht.
In Australien gibt es mittlerweile schon mehrere tausend Adressen, die Freeloader bei sich aufnehmen.