Nina war im Sommer 2005 für acht Wochen in Australien. Dort absolvierte sie ein vierwöchiges Praktikum in einem australischen Krankenhaus. Im Anschluss an ihre Famulatur reiste Nina quer durch das Land…
Während meiner Famulatur lebte ich in Rockingham, das ist bei Perth. Nach meinem medizinischen Praktikum sind wir nach Alice Springs geflogen. Von dort aus ging es ins Outback und natürlich zum Ayers Rock sowie den Olgas. Danach sind wir nach Darwin geflogen und haben eine dreitägige Tour zum Kakadu Nationalpark und zum Lichfield-Nationalpark gemacht. Von dort aus ging es dann nach Cairns. Das Highlight dort war natürlich das Great Barrier Reef. Entlang der Ostküste sind wir dann nach Sydney gereist und haben noch einige sehr schöne Zwischenstopps eingelegt (Airlie Beach, Whitsunday Islands und Frazer Island zum Beispiel).
Ich hatte wahnsinnig Lust auf ein Abenteuer und neue Erlebnisse. Ich wollte eine andere Kultur und neue Leute kennenlernen. Natürlich wollte ich auch mein Englisch verbessern. Ich hatte einfach Lust aufs Ausland.
Nach einem turbulenten Flug und richtig schlechtem Wetter in Australien war ich erstmal nicht so froh gestimmt. Das hat sich aber sehr schnell relativiert.
Ein Touristenvisum.
Ich habe mein Praktikum in einem Krankenhaus absolviert. Zuvor habe ich mich initiativ an mehreren Krankenhäusern beworben. Die erste Zusage, die bei mir ankam, klang sehr vielversprechend. Und dann war es eigentlich eine sehr schnelle und einfache Entscheidung.
Die Unterschiede sind nicht allzu groß. Ich war dem Emergency Department zugeteilt, welches es in dieser Form in Deutschland nicht gibt. In Deutschland ist alles in Fachrichtungen aufgeteilt, in Australien gibt es hingegen eine Notaufnahme für alles. Es hat mir super viel Spaß gemacht dort zu arbeiten und es war wirklich spannend!
Wir durften während der Famulatur Patienten aufnehmen, diese untersuchen, Blut abnehmen oder auch Wunden nähen. Wir haben uns Gedanken über eine Therapie und die Weiterbehandlung gemacht. Anschließend haben wir unsere Patienten mit den Ärzten besprochen und sie noch einmal zusammen untersucht. Unter Supervision durften wir wirklich viele Aufgaben übernehmen.
Nein. Ich war froh, dass ich für die Famulatur nichts zahlen musste, so wie es in Australien sehr häufig der Fall ist!
Relax, take it easy!
Wir durften in einem sehr schönen Haus bei einem Arzt wohnen!
Ja, aber viel weniger als die normalen Bed and Breakfast Gäste.
Ja, eigentlich schon. Gerade im medizinischen Bereich kennt man doch viele Worte. Manchmal war es ein bisschen schwierig mit der Aussprache, aber im Großen und Ganzen klappte es gut.
In Western Australia haben wir einige Touren unternommen; wir haben die ganze Küste Richtung Süden mit einem Mietwagen erkundet. Das war traumhaft schön! Und sonst sind wir abends mal etwas trinken gegangen oder waren in der Stadt bummeln. Es war recht kalt zu dieser Zeit, also gab es auch manchmal Tee und ein Buch!
Ja, unbedingt.
Die Natur und vor allem die Vielfalt haben mich total fasziniert! Auch die endlose Weite des Outback ist beeindruckend. Nicht so gut war, dass alles doch recht teuer ist!
Von Julia von der Heyden, August 2007