Das australische Bildungssystem wird sowohl vom Australischen Bund als auch von den einzelnen Bundesstaaten und Territorien finanziert und verwaltet.
In den australischen Bundesstaaten besteht eine Schulpflicht bis zum 15. Lebensjahr. Die Ausnahme bildet Tasmanien; hier müssen die Jugendlichen bis zum 16. Lebensjahr die Schulbank drücken.
Die Eltern in Australien können zwischen staatlichen und privaten Schulen wählen - nahezu ein Drittel der Schüler sind in privaten - meist kirchlichen - Bildungseinrichtungen untergebracht.
Der Eintritt in die Schule erfolgt in der Regel im Alter von fünf Jahren - für ein Jahr besuchen die Kinder zunächst die Vorschule (preparatoy year). Anschließend folgt die sechs- bis siebenjährige Grundschulphase (primary school), die auf die darauf folgende fünf- bis sechsjährige Ausbildung an weiterführenden Schulen (secondary school) vorbereitet.
Rund 73% der australischen Schüler absolvieren dreizehn Schuljahre.
Ein Schuljahr in Down Under beginnt Ende Januar und endet mit den siebenwöchigen Sommerferien im Dezember. Die genauen Termine variieren jedoch von Bundesstaat zu Bundesstaat.
Für Schüler in den abgelegenen Gebieten Australiens sowie für Teile der indigenen Bevölkerung gibt es spezielle Förderungsprogramme: Sie bekommen Fernunterricht.
Auf dem australischen Kontinent gibt es knapp 50 Hochschulen - darunter auch einige private. Rund 600.000 Studenten sind an australischen Universitäten eingeschrieben, die - wie in Deutschland - Bachelor- und Masterstudiengänge anbieten. Das australische Hochschulbildungssystem unterscheidet sich im Wesentlichen kaum vom britischen.
Für das Studium an einer privaten Hochschule müssen Studenten hohe Studiengebühren zahlen. Studienplätze an staatlichen Universitäten werden hingegen von der Regierung gefördert. Hier hängt die Vergabe der freien Plätze nicht vom Einkommen der Eltern, sondern von der Qualifikation des Bewerbers ab. An staatlichen Hochschulen müssen die Studiengebühren nicht im Voraus bezahlt werden; mit Hilfe eines staatlichen Programms (HECS-HELP) können die Studierenden einen Bildungskredit aufnehmen.
Ausländische Studenten stehen allerdings generell in der Pflicht, Studiengebühren zu zahlen.
Der Bildungssektor rund um die australischen Hochschulen ist, noch vor dem Tourismus, die Haupteinnahmequelle des Landes - vor allem wohlhabende Studentinnen und Studenten aus Südostasien nehmen die australischen Bildungsangebote gerne wahr.