Als Demi-Pair erledigt man halbtags, meist am Nachmittag, die klassischen Tätigkeiten eines Au-Pairs: die Kinder der Gastfamilie von der Schule oder der Kita abholen, ihnen Essen kochen und mit ihnen spielen.
Den Vormittag verbringt ein Demi-Pair mit Studying - in der Regel handelt es sich hierbei um einen Intensiv-Sprachkurs, der mitunter so lange dauert wie der Au-pair-Aufenthalt an sich; er findet an fünf Tagen in der Woche statt. Diese Sprachkurse bereiten in den meisten Fällen auf ein international anerkanntes Zertifikat vor; die Prüfung für dieses Zertifikat kann sogar an einigen Sprachschulen vor Ort abgelegt werden.
Wer kein Interesse daran hat, die ganze Au-pair-Zeit in der Sprachschule zu verbringen, kann sich auch als Gaststudent an einer australischen Universität einschreiben und dort den Studentenalltag kennenlernen.
Von den Organisationen, die Demi-Pair-Aufenthalte anbieten, wird strengstens darauf geachtet, dass sich die Arbeitszeiten, die in der Regel 20 Stunden in der Woche nicht überschreiten, nicht mit den Unterrichtszeiten überschneiden. Dementsprechend können die Kurse an der Sprachschule oder Universität vom Demi-Pair sehr individuell und flexibel geplant werden.
Wie bei einem Au-pair-Aufenthalt wohnt auch das Demi-Pair bei der Gastfamilie; diese kümmert sich ebenfalls um die Verpflegung ihres neuen Familienmitgliedes.
Da man während eines Demi-Pair-Aufenthaltes weniger Stunden in der Woche arbeitet, erhält man auch ein kleineres Taschengeld.
Die Bewerbung um einen Platz als Demi-pair in Australien unterscheidet sich kaum von der für einen Au-pair-Platz. Und auch hier gilt: Zukünftige Demi-Pairs sollten die Organisationen und deren Angebote genauestens vergleichen und sich dann für einen passenden Anbieter entscheiden.